Eileiterunterbindung

  19. Mai 2026

Die Eileiterunterbindung ist ein Eingriff, der sich für Frauen mit definitiv abgeschlossenem Kinderwunsch eignet – unabhängig davon, ob eine Frau je ein Kind bekommen hat oder schwanger war. Es handelt sich um eine endgültige Verhütungsmethode, die nicht zwingend rückgängig gemacht werden kann.

Wie praktisch alle Verhütungsmethoden in der Schweiz ist auch die Eileiterunterbindung keine Leistung der obligatorischen Krankenkasse. Das bedeutet, dass Frauen, die sich für diesen Eingriff entscheiden, die Kosten selbst tragen (ca. CHF 1’800). Die Sicherheit dieser Methode liegt bei über 99 %.

Die Eileiterunterbindung ist eine Operation (chirurgischer Eingriff) und wird im Operationssaal unter Narkose durchgeführt.

Welche Art der Narkose angewendet wird, entscheidet die Narkoseärztin oder der Narkosearzt. In der Regel handelt es sich um eine Vollnarkose, das heisst, die Patientinnen schlafen während des gesamten Eingriffs.

Der Bauch wird desinfiziert und anschliessend steril abgedeckt. Der erste Schnitt erfolgt unterhalb des Nabels. Über diesen Zugang werden die Kamera und die Lichtquelle eingeführt. Um mehr Platz zu schaffen, wird Luft in die Bauchhöhle eingebracht.

Unter Sicht werden anschliessend zwei weitere kleine Schnitte von jeweils etwa 5 mm Länge im rechten und linken Unterbauch gesetzt. Über diese Zugänge werden weitere Instrumente eingeführt. Der Bauchraum wird sorgfältig inspiziert, und es wird eine Fotodokumentation erstellt, damit wir Ihnen nach der Operation zeigen und erklären können, wie der Eingriff verlaufen ist.

Die Eileiter werden beidseits mithilfe von elektrischem Strom durchtrennt.

Anschliessend wird die Luft aus der Bauchhöhle so weit wie möglich entfernt. Die Operationswunden werden danach mit Nähten verschlossen.

In der Regel handelt es sich um einen ambulanten Eingriff. Sehr selten kann eine Hospitalisation notwendig sein, falls es während der Operation zu Komplikationen kommt.

Grundsätzlich gilt die Eileiterunterbindung als risikoarmer Eingriff. Am häufigsten treten Schulterschmerzen, blaue Flecken an den Einstichstellen oder Taubheitsgefühle der Haut im Bereich der Schnitte auf. Selten können Entzündungen oder Verletzungen innerer Organe vorkommen.

Die Eileiterunterbindung ist eine endgültige Verhütungsmethode und kann nur in Ausnahmefällen rückgängig gemacht werden. Sollte es dennoch in seltenen Fällen zu einer Schwangerschaft kommen, besteht das Risiko einer Eileiterschwangerschaft, bei der sich das befruchtete Ei im Eileiter einnistet.

Falls Sie Fragen haben, können Sie gerne unverbindlich einen Beratungstermin vereinbaren.

In unserem GynSurgery-Team wird die Eileiterunterbindung von erfahrenen Operateurinnen durchgeführt.

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